Carlos Castanedas Tensegrity

Zwölf grundlegende Bewegungen zur Sammlung von Energie und Förderung des Wohlbefindens. Männer und Frauen, die in früheren Zeiten in Mexiko lebten und die Experten im Umgang mit Bewusstheit waren, glaubten, dass die Menschenträger eines höchst eigentümlichen Dualismus sind. Sie bezogen sich nicht auf traditionelle Dualismen wie Körper und Verstand oder Materie und Geist, sondern auf den Dualismus zwischen dem Selbst und etwas, das sie den Energiekörper nannten. Sie betrachteten das Selbst als eine holistische Einheit, die beides einschließt. Körper und Verstand und Materie und Geist. Den Energiekörper definierten Sie als ein besonderes Konglomerat von Energiefeldern, das zu jedem von uns gehört und in eine perfekte Kopie des Selbst transformiert werden kann. Umgekehrt glaubten Sie, dass das Selbst in eine vollkommene Kopie des Energiekörpers umgewandelt werden kann. Das heißt in ein Konglomerat reiner Energiefelder. Jene Männer und Frauen des Alten Mexiko erfanden und entwickelten eine Reihe von Bewegungen, die ihnen halfen, genug zusätzliche Energie zu speichern, um diese doppelte Transformation zu bewerkstelligen. Sie handhabten und übermittelten dieses Wissen von Generation zu Generation bis hin zur Gegenwart. Die Bewegungen, die Sie gleich sehen werden, wurden die zwölf grundlegenden Bewegungen zur Sammlung von Energie genannt. Sie sind Teil einer umfassenden Serie von Bewegungen, die man uns, den letzten Gliedern einer langen Kette solcher Männer und Frauen lehrte. Carlos Castaneda wurden sie von Don Juan Matus, seinem unmittelbaren Lehrer, und von einem weiteren Mann namens Lujan beigebracht. Carlos Castaneda nennt sie Tensegrity, ein Begriff, den er der Architektur entlehnte. Tensegrity ist die Eigenschaft von Skelettstrukturen, die durchgängige, spannungs- und unterbrochene Druckelemente so verwenden, dass jedes Element mit der größtmöglichsten Effizienz und Ökonomie operiert. Wir halten den Begriff für äußerst angemessen, da dieses Bewegungssystem die Quintessenz des Anspannens und Entspannens der Muskeln und Sehnen des Körpers darstellt. Die Personen, welche die zwölf grundlegenden Bewegungen zur Sammlung von Energie ausführen werden, sind Kylie Lundahl, Nyei Murez und Reni Murez. Die drei gehören zu einer Klasse von Wesen, die im Alten Mexiko "Chacmools", oder wild entschlossene Wächter der Energiestätten genannt wurden. Uns wurde dargelegt und bewiesen, dass diese Serie von Bewegungen dazu dient, genug Energie anzusammeln, um in einen besonderen Zustand des Wohlbefindens einzutreten, der dem Energiekörper Definition geben kann. Dem Energiekörper Definition zu geben heißt, den ersten Schritt in Richtung einer Erweiterung des Rahmens der Wahrnehmung zu gehen. Den Rahmen der Wahrnehmung zu erweitern, bedeutete für jene Männer und Frauen des alten Mexiko, Experten im Umgang mit Bewusstheit, in wahrhaftig allumfassende neue Welten einzutreten. Allumfassend hieß für sie, dass jene wahrgenommenen neuen Welten nicht bloße geistige Konstruktionen darstellten, sondern Welten, in denen man leben und sterben kann. Für sie war der Eintritt in neue Welten der Kern ihres magischen Könnens. Magisch ist in diesem Fall ein sehr unangebrachter Ausdruck, da er mit einem unüberwindlich negativen Beigeschmack behaftet ist. Die Praktizierenden umgingen diese negative Färbung jedoch, indem sie behaupteten, dass ihre Magie lediglich ein Wahrnehmungsmanöver sei. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es tatsächlich ein Wahrnehmungsmanöver ist, aber ein Manöver von einem solchen Ausmaß, dass nur die kühnsten und ausgewogensten Männer und Frauen es ausführen können.

Den Fluss des Immunsystems unterstützen.
Die erste Bewegung ist eine Nebenbewegung. Den Fluss des Immunsystems unterstützen. Diese Bewegung regt Energiestellen an, die einen wach halten. Sie stimuliert den Speichelfluss und die Drüsen unterhalb des Kinns, die Giftstoffe ausspülen. Führen Sie diese Bewegung zuerst mit der rechten und dann mit der linken Hand aus, danach mit beiden Händen. Handstellung: Die Finger sind dicht an die Hand gezogen. Der Zeigefinger ist vollständig ausgestreckt. Der Daumen wird nahe am Zeigefinger gehalten. Die Handflächen sind sehr straff und gerade. Das Handgelenk ist völlig gestreckt. Während man sich nach vorn beugt, wird das Kinn vorgestreckt. Der Zeigefinger wird unter das Kinn gebracht und übt dort Druck nach oben aus. Dann beginnt der Zeigefinger hin und her zu vibrieren. Der andere Arm wird hoch über den Rücken gezogen und auf Höhe der Nieren gehalten.

Langustenschlag
Die zweite Bewegung ist eine Nebenbewegung, Langustenschlag. Mit dieser Bewegung wird eine Ebene von Empfindungen erreicht, die den menschlichen Empfindungen vorausgeht. Der Stoß muss von den Nieren ausgehen. Es ist eine vibrierende Bewegung, die den ganzen Körper erschüttert. Diese Art der Vibration hält den Körper in einem optimalen Zustand des Wohlbefindens. Der Arm ist in einem Winkel von 45 Grad gebeugt. Die Sehne ist gespannt. Das Handgelenk ist völlig gestreckt, die Handfläche flach und gerade. Beachten Sie, dass beim Zurückführen des anderen Armes der Ellbogen ganz zurück und aufwärts gezogen wird und die Handfläche nach oben weist.

Der Energieball.
Die dritte Bewegung ist eine Hauptbewegung, der Energieball. Diese Bewegung treibt verstreute Energie zusammen, die sich rund um den Körper befindet. Sie formt sie zu einer konkreten Einheit, die als Kugel beschrieben werden kann. Sie trainiert die Drüsen im Bereich der Brustmuskeln und Achselhöhlen und ist für die Anregung des Immunsystems wesentlich. Sie beginnt mit sich beinahe berührenden rechtwinklig zueinanderstehenden Handgelenken. Vergewissern Sie sich, dass jedes Handgelenk vollständig nach hinten gebogen und der Ellbogen beweglich ist. Der Ellbogen folgt der Hand. Beginnen Sie mit der linken Hand über der rechten Hand. Dann fangen Sie an zu zählen. Achten Sie darauf, dass bei Ende der Bewegung die Hände wie Klauen aussehen, welche die Energiekugel auseinanderreißen. Führen Sie diese Bewegung fünfmal aus und reiben Sie die Hände dann auf der Lungengegend. Wiederholen Sie die Bewegung weitere fünf Male und reiben Sie die Hände auf dem Leber- und Gallenblasenbereich und den Bauchspeicheldrüsen-Milzbereich. Wiederholen Sie dies noch fünfmal und reiben Sie die Hände auf dem Genitalbereich.

Die Schwimmhäute reizen, mit den Schwimmhäuten schnalzen, Energie zerstreuen, den Überschuss loswerden.
Nummer 4 ist eine Hauptbewegung, die Schwimmhäute reizen. Dies ist eine weitere, sehr alte Technik, die eine vormenschliche Ebene von Empfindungen erreicht. Sie dient der Anregung zahlloser Energiestellen an den Handgelenken und den Händen, die allgemeine Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Das Reizen der Schwimmhäute besteht aus drei Teilen. Mit den Schwimmhäuten schnalzen, Energie zerstreuen und den Überschuss loswerden. Mit den Schwimmhäuten schnalzen. Diese Bewegung schafft eine Art Jucken auf den Schwimmhäuten zwischen den Fingern. Da der Mensch dort keine echten Schwimmhäute hat, beabsichtigt diese Bewegung uns zu einer sehr alten Empfindungsebene zu transportieren, indem sie eine vage Erinnerung an Schwimmhäute wachruft. Beginnen Sie mit der linken Hand. Achten Sie darauf, dass sich der kleine Finger der linken Hand zwischen dem Ringfinger und dem kleinen Finger der rechten Hand befindet. Der linke Zeigefinger wird vom Daumen der rechten Hand eingeschlossen. Führen Sie diese Bewegung fünfmal mit der einen Hand aus, dann weitere fünf Male mit der anderen Hand. Energie zerstreuen. Danach werden die Energiestellen auf dem Handrücken gedrückt, sodass die durch das Schnalzen mit den Schwimmhäuten in den Händen erweckte Energie im Körper selbst zerstreut werden kann. Pressen Sie fünfmal auf dem Rücken der einen Hand, dann fünfmal auf dem der anderen. Den Überschuss loswerden. Energie, die in den Körper freigesetzt wird, hat immer eine unvorhersehbare Wirkung. Es ist deshalb mehr als notwendig, allen Überschuss freizusetzen. Machen Sie diese Bewegung fünfmal mit dem linken Daumen oben auf. Dann fünfmal mit der anderen Hand mit dem rechten Daumen oben auf.

Energie rollen.
Nummer 5 ist eine Nebenbewegung. Energie rollen. Das Vorwärtsrollen der Hände gibt dem Körper seine Energietiefe. Das seitliche Hinausstoßen der Hände bestimmt seine Energiebreite. Das Krümmen der Handflächen sollte vermieden werden. Die Handflächen sollten gerade und flach sein und in dieser Stellung verbleiben. Machen Sie fünf kurze Rollbewegungen nach vorn, dann fünf lange Rollbewegungen nach vorn. Stoßen Sie ebenfalls fünfmal seitlich hinaus.

Die Drüsen um die Schulterblätter massieren.
Nummer 6 ist eine Nebenbewegung. Die Drüsen um die Schulterblätter massieren. Die Arme sind auf Schulterhöhe. Isolieren Sie die Muskeln, die die Schulterplatte umgeben und pressen Sie sie zusammen.

Der Achsenatem.
Nummer 7 ist eine Hauptbewegung, der Achsenatem. Diese Energiebewegung ist von größter Bedeutung, da sie den mit der Erde verbundenen Endpunkt der unsichtbaren Achse, der uns umgebenden Energie, von seiner Position auf dem Boden wegbewegt und ihn dann in die Unendlichkeit hinausprojiziert. Sie wirkt auf den mit der Erde verbundenen Endpunkt so, dass die Energie in einen fließenderen und weniger geerdeten Zustand gerät. Man nimmt an, dass eine vertikale Energieachse durch einen Punkt genau hinter den Genitalien zum Boden hin verläuft. Während sich die Hände abwärts bewegen, drücken die Zeigefinger gegeneinander und nach unten. Sobald sie auf Augenhöhe sind, richtet sich der Blick auf die Fingerspitzen und verbleibt dort während der gesamten Bewegung. Die Hände ruhen vor der Körpermitte. Während sich der Körper vornüberbeugt, richten sich die Finger auf besagte Stellen am Boden. Die Augen fixieren weiterhin die Finger. Augen und Finger ziehen am Endpunkt der Energieachse. Beginnen Sie damit ihn, aufwärts zu bewegen, indem Sie mit den Fingern am unteren Ende der Achse ziehen. Platzieren Sie ihn dann vor der Körpermitte. Folgen Sie der Spitze der zusammengelegten Finger mit den Augen, um die Energie dort festzuhalten. Bringen Sie die Hände dann nach oben und berühren Sie die Daumenknöchel mit den Lippen. Lassen Sie die Fingerspitzen auf der Stirn ruhen. Beugen Sie den Kopf vollständig zurück und atmen Sie aus. Die Beine sind gestreckt. Atmen Sie ein, während die Arme und Hände hochschnellen und projizieren Sie den Endpunkt der Energieachse hinaus in die Unendlichkeit. Setzen Sie Augen und Bauch ein um ihn hinauszuschießen. Atmen Sie ein, während Sie die Arme hochheben. Atmen Sie aus, sobald sich die Arme nach unten bewegen. Machen Sie auf Augenhöhe eine Pause. Während die Arme vor der Körpermitte pausieren, atmen Sie ein. Atmen Sie aus, sobald Sie anfangen, die Arme nach unten zu bewegen. Wenn die Unterarme auf den Beinen ruhen, atmen sie dreimal ein und aus. Atmen Sie ein, während sich die Hände wieder nach oben bewegen und pausieren Sie auf Höhe der Körpermitte. Atmen Sie aus. Atmen Sie ein, während Sie die Arme weiter nach oben bewegen. Ausatmen. Einatmen, während die Arme nach oben schnellen.

Die zentrale Kraft des Körpers schmieden.
Nummer 8 ist eine Nebenbewegung, die zentrale Kraft des Körpers schmieden. Schmiegen Sie die Schädeldecke in den rechten nach oben angewinkelten Arm. Halten Sie den Rücken gerade und völlig gestreckt. Diese Bewegung bringt die Energie der rechten Körperseite in den Kopf und die Energie der linken Hälfte in die Nebennieren. Durch das wechselseitige Vor- und Zurückbewegen der Arme wird die Energie der Nebennieren mit der Energie des Kopfes vermischt.

Zwei Spangen auf dem Gesicht.
Nummer 9 ist eine Nebenbewegung. Zwei Spangen auf dem Gesicht. Diese Bewegung fördert Jugend. Außerdem beseitigt sie Giftstoffe, die durch Stress und Spannung im Gesicht abgelagert werden und ersetzt alte Zellen. Legen Sie die Daumen unter das Kinn und drücken Sie nach oben. Legen Sie Zeige- und Mittelfinger an die Augen und pressen sie einwärts. Halten Sie diese Position für einen Moment und lassen sie dann los.

Das Energieloch über dem Kopf erreichen.
Nummer 10 ist eine Hauptbewegung, das Energieloch über dem Kopf erreichen. Dies ist eine weitere der wichtigsten Energiebewegungen. Sie hat mit dem Transfer von sich außerhalb des Körpers befindlicher Energie zum Körper selbst hinzutun. Es gibt geheime Energielager auf beiden Seiten und genau oberhalb des Kopfes. Man glaubt, dass es zwei Arten dieser Energie gibt. Dunkle und schwere Energie und helle, leichte Energie. Die dunkle und schwere befindet sich rechts über dem Kopf. Die helle und leichte links über dem Kopf. Die dunkle und schwere Energie ist nach außen gerichtet. Die Helle und Leichte ist nach innen gekehrt. Ziel der Bewegung ist es, diese beiden Energietypen für eine totale Erneuerung des Körpers zu nutzen. Der erste Teil besteht aus Einwärtsspiralen. Drei Einwärtsspiralen nahe an den Beinen. Dann Fünf Einwärtsspiralen nach oben. Atmen Sie ein, während Sie nach innen greifen. Fünf Einwärtsspiralen nach unten. Atmen Sie ein, während die Arme hochschnellen. Der zweite Teil besteht aus Auswärtsspiralen. Drei an der Seite, Fünf Auswärtsspiralen nach oben. Atmen Sie ein, während Sie nach außen greifen. Fünf Auswärtsspiralen nach unten. Öffnen und strecken Sie die Handflächen an den Schenkeln. Schnellen Sie die Arme hoch.

Unendlichkeitsatem.
Nummer 11 ist eine Hauptbewegung, Unendlichkeitsatem. Konzentrieren Sie die Aufmerksamkeit auf die Hände. Atmen Sie ein und bringen Sie die Energie vom Boden um die Fußsohlen herum, das Rückgrat hinauf, im Halbkreis über den Kopf und schließlich vor die Stirn. Atmen Sie aus, während Sie Hände und Energie entlang der Vorderfront des Körpers hinunterbringen, an den Genitalien vorbei bis auf den Boden und vom Boden hinaus in die Unendlichkeit. Atmen Sie ein, um die Energie zum Rücken zu bringen und sie dort zu platzieren. Dieses Einatmen fördert Stärke. Atmen Sie aus, um Geschmeidigkeit und Beweglichkeit zur Vorderseite zu bringen. Der Ausatmungsstoß der Lungen setzt alles, was nicht benötigt wird, in die Unendlichkeit frei. Diese Bewegung bringt Geschmeidigkeit und Beweglichkeit zur Vorderseite und Stärke zum Rücken.

Die Antennen.
Nummer 12 ist eine Hauptbewegung. Die Antennen. Dies ist eine weitere äußerst geheimnisvolle Bewegung, die mit einer vormenschlichen Bewusstseinsebene zu tun hat. Die Männer und Frauen des alten Mexiko betonten, es gebe im Universum eine ungeheure Menge Energie, die von stillen und unsichtbaren Quellen herrühre. Toten Sternen. Diese Bewegung erlaubt einem, sie zu nutzen. Von all den vielen Bewegungen, die bekannt sind, ist diese ausgewählt worden, weil angenommen wird, dass man mit ihr Energie sammeln kann, die sich außerhalb der Sphäre des Gemeinverständnisses der Alltagswelt befindet. Bei dieser Bewegung dienen die Hände als Antennen, die diese Energie anziehen und ergreifen. Zum Aufwärmen reibt man den rechten Daumen die Basis des linken Daumens. Der kleine Finger und der Daumen werden gegeneinander gepresst, dann stoßen sie dreimal nach vorn. Die zweite Handstellung geht wie folgt: Mittel- und Ringfinger sind gegen den Daumen gepresst, die übrigen zwei Finger sind straff nach hinten gebogen. Der Handrücken ist angespannt und das Handgelenk ist entweder vollständig gestreckt oder aber nach hinten gezogen. Ziehen Sie die Handgelenke ganz nach hinten. Strecken Sie sie, während Sie die Arme ausstrecken. Die Handgelenke bleiben gestreckt. Beschreiben Sie eineinhalb Kreise nach vorn und zwei nach hinten. Drei Wiederholungen. Die Handgelenke sind nach hinten gebogen. Strecken Sie die Handgelenke. Isolieren und pressen Sie die Muskeln im Bereich der Schulterblätter zusammen, um die Arme zu bewegen. Dreimal kurz ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen für die Kreisbewegungen vorn, ausatmen für die zwei Kreisbewegungen hinten. Einatmen. Ausatmen, während die Arme nach vorn hinausstoßen. Einatmen, ausatmen. Einatmen, während die Arme einwärts kreisen. Ausatmen.