tensegrity/4-vol-non-english/vol-2-german
.. für medizinische Beratung gedacht. Die Produzenten, Mitwirkenden und Vertriebspartner dieses Programms lehnen jegliche Haftung oder Ansprüche im Zusammenhang mit den hier gezeigten Übungen ab.
Carlos Castanedas Tensegrity
Das Zurückführen verstreuter Energie.
Ich bin Kylie Lundahl. Das sind meine Gefährtinnen Reni Murez und Nyei Murez. Die Bewegungsfolgen, die Sie jetzt sehen werden, wurden direkt von Bewegungen abgeleitet, welche die Schamanen, Seher des alten Mexiko, magische Bewegungen nannten. Alles, was wir über diese Bewegungsfolgen wissen, wurde Carlos Castaneda, Taisha Abelar, Florinda Donner-Grau und Carol Tiggs von Don Juan Matus beigebracht, einem Schamanen und Yaqui Indianer aus dem Bundesstaat Sonora in Mexiko. Die vier Schüler Don Juans lehrten uns drei wiederum alles, was sie über diese magischen Bewegungen wissen. Die Seher des alten Mexiko praktizierten diese Bewegungen, um Körper und Geist auf Aktivitäten vorzubereiten, die für den Schamanismus von Bedeutung sind. Schamanismus wurde von ihnen als die erworbene Fähigkeit verstanden, die Grenzen unserer normalen Wahrnehmung zu erweitern. Das für uns besonders bedeutende Merkmal der magischen Bewegungen ist, dass man sich durch das Ausüben der Bewegungsfolgen der kohäsiven Kraft bewusst werden kann, die das Konglomerat von Energiefeldern, das wir sind, zusammenhält. Dieser Bindungseffekt ist etwas Ähnliches wie das, was nach Meinung moderner Astrophysiker im Kern jeder im Weltraum existierenden Galaxie passiert. Sie glauben, dass in diesem Kern eine Kraft von ungeheurer Stärke die Sterne der Galaxie an ihrem Platz hält. Diese Kraft, die Schwarzes Loch genannt wird, ist ein theoretisches Konstrukt, das die vernünftigste Erklärung dafür zu bieten scheint, dass Sterne, angetrieben von ihrer eigenen Rotationsgeschwindigkeit, nicht wegfliegen. Auf die gleiche Weise wird unser Konglomerat von Energiefeldern von einer gewaltigen Bindekraft kohäsiv in Position gehalten. Die Seher glauben, dass wir ohne diese Bindekraft explodieren und wie ein Windstoß verschwinden würden. Die Seher des Altertums waren in der Lage, mit dieser Kraft umzugehen, sobald sie sich ihrer bewusst geworden waren. Ihr Geschick im Umgang mit dieser Kraft wurde so außerordentlich, dass sich ihre Taten in Legenden verwandelten, mythologische Begebenheiten, die nur als Fabeln existieren konnten. Nach Jahren harter Arbeit und Hingabe gelang es uns dreien, unter Anleitung von Don Juans vier Schülern, die magischen Bewegungen aus ihrem esoterischen Umfeld zu befreien und sie einer konventionelleren Umgebung anzupassen. Wir haben das Ergebnis dieses Wiederherstellungsprozesses Tensegrity genannt. Tensegrity ist für uns die Kunst, magische Bewegungen zu nutzen, um sich der Bindekraft bewusst zu werden, die den Menschen als eine konkrete Einheit zusammenhält. In unserer ersten Folge, 12 grundlegende Bewegungen zur Sammlung von Energie und zur Förderung des Wohlbefindens, haben wir uns mit vollständigen magischen Bewegungen und mit Fragmenten magischer Bewegungen befasst, um zu einer minimalen Bewusstheit von etwas zu gelangen, von dem die Seher glauben, dass es das Gegenstück zu unserem Körper ist. Sie nennen es den Energiekörper. Seher sind der Ansicht, dass wir lernen können, Energie direkt wahrzunehmen, so wie sie im Universum fließt und dass wir dann in der Lage sind, einen Menschen als ein Konglomerat von Energiefeldern wahrzunehmen, das einer leuchtenden Kugel gleicht. Der Energiekörper ist eine identische leuchtende Kugel, die sich in großer Entfernung von uns befindet. Seher behaupten, dass wir nicht vollständig sind, solange der Energiekörper nicht bei uns ist und dass wir die beiden durch die Ausübung der magischen Bewegung einander näherbringen können. In dieser Folge werden wir uns mit der Nutzbarmachung interner Energie befassen, die durch das Hin und Her des alltäglichen vom Kern der leuchtenden Kugel an die Peripherie verdrängt wurde. Unsere eigene Energie, die normalerweise unzugänglich ist, nutzbar zu machen, wird von den Sehern als wichtigster Schritt angesehen, Wohlbefinden und Vervollkommnung zu erlangen.
Intent!
Eine Struktur aus Energie
Mit unserer ersten magischen Bewegung, eine Struktur aus Energie, zielen wir darauf ab, eine Struktur in unserem unmittelbaren Energiehorizont zu schaffen. Als Energiehorizont werden von Sehern die Energiefelder bezeichnet, die unmittelbar an uns grenzen, wenn wir als leuchtende Kugel wahrgenommen werden. Die Seher sagen, dass diese Bewegung fundamental ist, da sie sozusagen eine Behausung für den Energiekörper schafft. Ihrer Vorstellung nach wurden unsere Energiekörper bei der Geburt von uns getrennt, und von antagonistischen Kräften weggedrängt. Die Seher glauben, dass wir durch die Erschaffung einer magischen energetischen Behausung den Energiekörper dazu einladen, uns näherzukommen. Bei dieser ersten magischen Bewegung liegt die Betonung im Bereich der Nieren- und Nebennieren. Indem wir den Körper leicht vorwärts beugen, erzeugen wir den angemessenen Druck auf diesen Bereich. Danach wird der Körper in eine aufrechte Position gebracht, der obere Brustkorb wird nach vorne gestreckt, der Rücken ist gerade, die Augen blicken mit wilder Entschlossenheit geradeaus. Der Blick bleibt während der gesamten Bewegung entschlossen nach vorne gerichtet. Die Seher sagen, dass die Augen unsere unbeugsame Absicht offenbaren müssen. Die nächste Bewegung erzeugt sogar noch größeren Druck auf den Bereich der Nebennieren, da die Arme mit gebeugten Ellbogen mit ungeheurer Wucht nach vorne stoßen. Je größer die Wucht, desto größer der Effekt auf den Nebennierenbereich. Der Oberkörper richtet sich auf, während die Arme bis über die Schultern hochgebracht werden, so als ob sie ein Tablett tragen würden. Die Handflächen werden dann kraftvoll umgedreht, die Hände überkreuzen sich und die Arme werden seitwärts ausgestreckt. Dann werden sie erneut nach unten bewegt und es wird wieder Druck auf die Nebennieren ausgeübt, indem man den Oberkörper ein wenig nach vorne beugt und leicht in die Knie geht. Die magische Bewegung endet mit einer schnellen Seitwärtsbewegung beider Arme.
Das Fenster der Seher
Intent!
Unsere zweite magische Bewegung, das Fenster der Seher, wird ausgeführt, um eine energetische Öffnung im leuchtenden Ei zu schaffen. Seher behaupten, dass wir durch das Ausführen dieser magischen Bewegung in der Lage sind, sozusagen eine momentane Öffnung herzustellen, durch die wir in die Unendlichkeit spähen können. Diese Öffnung, so die Seher, ist von entscheidendem Wert für die Kontaktaufnahme, mit der Kraft, die unser Leben erhält und uns Unterstützung, Zielbewusstsein, Vitalität und so weitergibt. Eine Kraft, welche die Seher Absicht nennen. Sobald sie diese Öffnung geschaffen haben, rufen die Seher das Wort Intent, Absicht, von dem sie sagen, dass es dem Menschen als eine Brücke über die Unendlichkeit zur Absicht dient. Intent!
Die Hände kommen behutsam vor der Körpermitte zusammen. Die Daumen werden fest über den Handflächen gehalten. Nur die Handkanten berühren sich. Dann werden beide Hände zur Seite bewegt, als ob sie eine flache Oberfläche berühren würden, die sich bis zur Breite der geöffneten Arme ausdehnt und dann vor der Körpermitte wieder schließt. Der linke Arm wiederholt die gleiche Bewegung allein, während der rechte Arm vor der Körpermitte ruht. Danach wird die Bewegung mit dem rechten Arm ausgeführt. Dann werden die Hände auseinander bewegt, bis sie sich körperbreit voneinander entfernt befinden. Die Position der Hände ist senkrecht, die Handflächen sind einander zugewandt. Die linke Hand bewegt sich so, als ob sie den äußeren Rand eines Fensterrahmens spüren würde. Die rechte Hand führt danach die gleiche Bewegung aus. Die linke Handfläche dreht sich in einem Bogen nach außen und fährt nun den inneren Seitenrand des unsichtbaren Rahmens auf und ab. Die rechte Hand macht die gleiche Bewegung. Dann werden beide Hände über den Kopf gehoben, die Handflächen weisen zum Himmel. Die Handkanten berühren sich, sie werden auseinander bewegt, als ob sie die innere Oberkante des Fensterrahmens entlangfahren würden. Die Hände werden wieder in der Mitte gehalten, die linke Hand führt die eben genannte Bewegung allein aus, danach die rechte. Wenn beide Hände die Bewegung ausgeführt haben, beschreiben sie einen kleinen Kreis, bis die Handflächen nach unten weisen, als ob sie auf einem unsichtbaren Fensterbrett ruhen würden. Dann beugt sich der Oberkörper nach vorn mit dem Nierenbereich als Angelpunkt, so als ob man durch ein Fenster spähen würde. Das Wort Intent, Absicht, wird laut ausgerufen, dann wird ein schneller Schritt zurück gemacht. Intent!
Intent!
Das Wiedereinsammeln verstreuter Energie
Die dritte magische Bewegung, das Wiedereinsammeln verstreuter Energie, wird ausgeführt, um Energie wieder einzusammeln, die sich durch das Hin und Her alltäglicher Interaktionen verstreut hat. Dieses Wiedereinsammeln versetzt uns aus einem lethargischen, in einen hoch wachsamen Zustand. Verstreute Energie wieder einzusammeln heißt, sie zu bewegen, und zwar indem man sie in Rotation versetzt und auf einer Projektion des Solarplexus platziert, die sich eine Armeslänge von uns entfernt an der Peripherie der leuchtenden Kugel befindet. Seher glauben, dass das Speichern von Energie an dieser Stelle der sicherste Weg ist, sie jederzeit zur Verfügung zu haben. Beide Hände werden über der rechten Schulter mit viel Kraft zusammengebracht. Die linke Hand befindet sich über der rechten. Dann werden sie diagonal am Körper vorbei bis über das linke Knie bewegt, so als ob man eine unsichtbare Axt halten würde. Verstreute Energie wird mit einer runden Bewegung gegen den Uhrzeigersinn aufgewühlt. Die Hände bleiben zusammen, wenn sie zum Bereich der Leber und der Gallenblase zurückgezogen werden. Es folgt ein Stoß nach vorn, auf einen Punkt zu, der direkt vor dem Solarplexus liegt. Beachten Sie, dass Sie die Arme so hinausstoßen, als ob die Fingerknöchel der rechten Hand einen Schlag vorbringen wollten.
Die zwei Energiesäulen anstechen.
Mit der vierten magischen Bewegung, die zwei Energiesäulen anstechen, sammelt man verstreute Energie wieder ein, indem man absichtlich Zentren ansticht, die Seher für Schlüsselpunkte halten. Mit anderen Worten, die Zerstreuung der Energie an die Peripherie der leuchtenden Kugel führt zur Bildung gewisser Energietaschen, die Seher anstechen, damit Energie ausströmen und somit leicht eingesammelt werden kann. Das Anstechen erfolgt nicht mit der Hand, obwohl Hände und Arme benutzt werden, sondern mit einer Energie, die wir mangels eines besseren Namens, Sehnenenergie nennen. Diese Energie strömt aus den Gliedmaßen, wenn sie mit der angemessenen Kraft hinausprojiziert werden. Die vierte magische Bewegung beginnt mit einer Vibrationsbewegung beider Hände. Eine Vibration, die von der Achse des Unterarms ausgeht. Der linke Arm dreht sich vor dem Körper und wühlt verstreute Energie auf. Dann sticht er nach oben in die Energiesäule vor der rechten Seite des Körpers. Eine Säule, die laut den Sehern herunter tropfendem Kerzenwachs gleicht. Die rechte Hand bewegt sich nach hinten, um der linken Hand eine maximale Explosion der Sehnenenergie zu ermöglichen. Der linke Arm rotiert 1.5-mal rückwärts in die entgegengesetzte Richtung und sticht in den unteren Teil der rechten Energiesäule. Die gleiche Bewegung wird mit dem rechten Arm wiederholt, der oben und unten in die linke Energiesäule sticht, die genauso aussieht wie die rechte. Die Finger auf den Boden gerichtet, beschreibt die rechte Hand von links nach rechts einen Kreis um den Körper. Die linke Hand folgt. Die linke Hand beschreibt danach den gleichen Kreis, gefolgt von der rechten Hand. Der rechte Unterarm rollt den Ball von oben nach unten, gefolgt von der linken Hand. Beide Hände halten den Energieball auf den Solarplexus und drücken ihn hinein. Dann ziehen sie ihn kraftvoll heraus und stoßen ihn auf die Projektion des Solarplexus am äußeren Rand der leuchtenden Kugel.
Das Zentrum des Gefühls erwecken
Nach Ansicht der Seher, auf die sich diese Serie magischer Bewegungen besonders stützt, wird unsere interne Energie, die sich eigentlich um den Bereich der Nieren und Nebennieren anhäuft, durch die Auswirkungen des alltäglichen Lebens an die Peripherie unserer leuchtenden Kugel verdrängt. Diese Zerstreuung bedeutet nicht etwa, dass wir Energie verlieren, sondern lediglich, dass wir die Möglichkeit verlieren auf sie zuzugreifen. Die fünfte magische Bewegung, das Zentrum des Gefühls erwecken, hat mit dem bewussten Herbeirufen dieser an die Peripherie unserer leuchtenden Kugel verdrängten Energie zu tun, mit dem Zweck sie zu einem bestimmten Zentrum des Gefühls zu bringen. Ein Zentrum, das auf der linken Seite direkt über dem unteren Rand des Brustkorbes liegt, auf Höhe des oberen Endes der Bauchspeicheldrüse und der Milz und das die Seher für das Epizentrum des Gefühls halten. Mit dieser Bewegung entwerfen wir das Band unbestreitbarer Zuneigung, das zwischen dem Körper, den wir kennen, und dem Energiekörper, den wir intuitiv erahnen, existieren muss. Bei unserer fünften magischen Bewegung sind die Knie leicht gebeugt, um dem Körper Stabilität zu verleihen. Die Hände kommen mit einer kraftvollen, jedoch sehr kontrollierten Bewegung zusammen. Sie kommen zusammen und durchstoßen die verstreute Energie, die direkt vor uns angesammelt ist. Sie reißen sie nach oben und drehen sie dann im Uhrzeigersinn, um sie aufzuwühlen. Die Hände werden vor die Körpermitte auf Bauchhöhe bewegt und dann umgedreht, die rechte Hand ist oben auf. Mit einer schlitzenden Bewegung stoßen sie dann erneut nach oben. Danach werden die Hände zum Bereich der Bauchspeicheldrüse und Milz gebracht. Von dort aus stoßen die Hände seitwärts hinaus und schlitzen etwas auf, was die Seher für die schwerste Konzentration zerstreuter Energie halten. Die Energie, die sich zur rechten und linken Seite des Körpers ansammelt. Seher beschreiben diese Konzentration als Säulen verschwendeter Energie, die herunter getropftem eingetrocknetem Kerzenwachs riesiger Kerzen gleichen. Die Hände werden wieder vor die Körpermitte gebracht, stoßen nach oben, wühlen die Energie noch einmal im Uhrzeigersinn auf, werden wieder zum Bereich der Bauchspeicheldrüse und Milz gebracht und dann nach vorn gestoßen.
Energie zum Montagepunkt bringen
Unsere sechste Bewegung Energie zum Montagepunkt bringen befasst sich mit dem Transfer verstreuter Energie vom vorderen Bereich zum hinteren, damit diese Kraft dem Montagepunkt als Stütze dienen kann. Wenn Seher die Menschen als leuchtende Kugel wahrnehmen, erkennen sie, dass sich auf der leuchtenden Kugel ein Punkt befindet, der noch intensiver leuchtet als die Kugel selbst. Ein Punkt, der in etwa die Größe eines Tennisballes hat und sich normalerweise eine Armeslänge von uns entfernt auf Höhe der Schulterblätter befindet. Seher sind vollkommen überzeugt, dass die Wahrnehmung sich genau an diesem Punkt zusammensetzt bzw. montiert und nennen diesen leuchtenden Punkt aus diesem Grund Montagepunkt. Durch bewusste Verschiebung des Montagepunktes von seiner gewöhnlichen Position konnten sich die Seher beweisen, dass die Wahrnehmung an diesem Punkt zusammengesetzt wird. Das Resultat dieses Manövers ist das Wahrnehmen einer Welt, die sich vollkommen von der Alltagswelt unterscheidet. Die Seher erklärten diesen Unterschied mit ihrer Feststellung, dass am Montagepunkt, wenn er an seiner gewöhnlichen Position ist, Milliarden von Energiefeldern aus dem gesamten Universum zusammenkommen und als Resultat das hervorbringen, was wir als die Welt, die wir kennen, wahrnehmen. Wenn der Montagepunkt jedoch an eine andere Stelle an der Peripherie oder ins Innere der leuchtenden Kugel verschoben wird, kommen andere Bündel von Milliarden leuchtender Phasen dort zusammen und bewirken, dass wir eine andere Welt wahrnehmen. Energie von der Vorderseite nach hinten zu transferieren, festigt nach Meinung der Seher die Position des Montagepunktes bei uns allen, besonders aber bei extrem sensiblen Personen, deren Montagepunkt sich auf unberechenbare Weise verlagert und die unfähig sind, sich zu disziplinieren. Sobald sie jedoch mehr Bewusstheit erlangen, fördert die gleiche Energie, die vorher als Stütze diente, die friedliche und bewusste Verschiebung des Montagepunktes. Die magischen Bewegungen werden immer mit dem linken Arm begonnen. Wir begründen es damit, dass die linke Seite der rechten hinsichtlich Geschicklichkeit und Können immer nachsteht. Für die Seher des Altertums war dies der Grund, weshalb wir unaufhaltsam nach bilateraler Asymmetrie streben. Der linke Körper wird vom rechten Körper unvermeidbar geschrumpft, wenn wir nicht unsere bewusste Anstrengung bemühen, dies auszugleichen. Diese Bewegung Energie zum Montagepunkt bringen, beginnt damit, dass wir den linken Arm heben, die Handfläche weist dabei nach unten. Die Handfläche dreht sich abrupt nach oben, während der Ellenbogen zurückgezogen wird. Der linke Arm stößt hinaus, die Handfläche weist nach oben, das Handgelenk wird nicht bewegt und ist so gerade wie möglich, der Ellenbogen bleibt gebeugt. Der linke Unterarm wird auf Augenhöhe gebracht, so als ob er ein Spiegel wäre, in dem wir uns sehen könnten. Wir starren einen Moment lang auf die Handfläche, dann schließt sich die Hand zu einer Faust und dreht sich um 45 Grad nach rechts. Der Ellenbogen wird angehoben, bis der Oberarm parallel zum Boden ist und die Faust, die immer noch abgewinkelt ist, nach unten zeigt. Die rechte Hand wird dann als Stütze oder als eine Art Verstrebung über die linke Schulter gelegt, während der linke Arm abgewinkelt und gedreht wird, bis die Faust den Bereich der rechten Nebenniere erreicht. Nachdem man bis 3 gezählt hat, löst sich die rechte Hand von der Schulter und wird in einem eleganten Bogen zur Körperfront zurückgeführt. Während sich der linke Arm streckt und mit dem rechten auf gleicher Höhe trifft. Dann werden beide Arme zur jeweiligen Körperseite zurückbewegt. Die gleichen Bewegungen werden mit rechts wiederholt.
Energie von oberhalb des Kopfes zu drei verschiedenen Bereichen auf der Vorderseite des Körpers herunterbringen
Unsere siebente magische Bewegung, Energie von oberhalb des Kopfes zu drei verschiedenen Bereichen auf der Vorderseite des Körpers herunterbringen, bringt verstreute Energie vom oberen Teil der leuchtenden Kugel zu drei Gebieten auf dem Körper: zur Brust, zum Bauch und zur Leistengegend. Seher sagen, dass dies der direkteste Weg ist, eine schnelle Energieaufladung zu erreichen. Energie, die in den Bereich genau über dem Kopf zerstreut wurde, ist nach Ansicht der Seher eine sehr aktive, extrem aggressive Energie oder vielmehr die Tatsache, dass Energie aus anderen Bereichen zum Bereich über dem Kopf transferiert wurde, macht sie zu einer besonders explosiven Energie. Indem man sie zu den drei oben genannten Bereichen des Körpers bringt, ist laut den Sehern eine schnelle und effektive Reaktion unsererseits garantiert. Bei dieser Bewegung Energie von oberhalb des Kopfes zu drei verschiedenen Bereichen auf der Vorderseite des Körpers herunterbringen, werden beide Hände hochgebracht, während die Arme nach unten gestreckt sind. Dann werden die Unterarme vom Ellenbogen an angehoben, bis die Hände beinahe die Schultern berühren. Zeigefinger und Daumen sind ausgestreckt, während die restlichen Finger gekrümmt sind und fast die Handfläche berühren. Alle Luft in den Lungen wird ausgeatmet, bevor man tief einatmet und sich der linke Arm vor dem Körper ganz ausstreckt, während der rechte Arm, der Ellenbogen ist gebeugt, nach hinten gezogen wird. Auf diese Weise wird eine volle Ausdehnung der Schultern erreicht. Dann wird alle Luft ausgeatmet, während der linke Arm zurückgeführt und der rechte Arm nach vorne ausgestreckt wird. Es wird eingeatmet, während der rechte Arm zur Schulter zurückgebracht und der linke auf die gleiche Ebene bewegt wird. Beide Arme sind auf Schulterhöhe. Der linke Arm wird gerade nach oben gestreckt, der Zeigefinger weist zum Himmel. Einatmen, während sich der Arm auf Schulterhöhe senkt. Die gleiche Bewegung wird mit dem rechten Arm wiederholt. Wenn sich beide Hände wieder auf Schulterhöhe befinden, werden alle Finger ausgestreckt. Der linke Arm stößt erneut nach oben, alle Finger weisen zum Himmel. Die gesamte Luft in den Lungen wird ausgeatmet. Die Finger krümmen sich, als ob sie einen Griff umfassen würden. Tiefes Einatmen, während der Arm heruntergezogen wird, bis sich die Hand, die immer noch den unsichtbaren Griff festhält, auf Schulterhöhe befindet. Die gleiche Bewegung wird mit dem rechten Arm ausgeführt. Wenn beide Hände wieder die gleiche Ebene erreicht haben, wird die Luft, die mit der letzten Bewegung eingeatmet wurde, angehalten, während die rechte und linke Hand zweimal zusammenkommen, so als ob sie einen Brei mischen würden. Es wird ausgeatmet, wenn die Hände über die Brust gleiten. Die Hände bewegen sich zur Körpermitte, die Finger berühren sich, es wird tief eingeatmet. Dann gleiten die Hände über die Körpermitte zu den Seiten des Körpers, während alle Luft in den Lungen ausgeatmet wird. Die Hände bewegen sich zur Leistengegend, die Fingerspitzen berühren sich. Ein weiteres Mal einatmen, während die Hände über die Leistengegend zur Hüfte gleiten und die gesamte Luft aus den Lungen ausgestoßen wird. Beachten Sie, dass die Ellbogen zurückgezogen sind und der Brustkorb vollständig gedehnt ist.
Die inneren Energiefasern ziehen und aufwickeln
Die achte Bewegung heißt, die inneren Energiefasern ziehen und aufwickeln. Seher haben die Vorstellung, dass die Gesamtheit des Universums aus Energiefeldern zusammengesetzt ist, die schon fast als tatsächlich sichtbare leuchtende Fäden von unendlicher Länge beschrieben werden könnten. Seher sagen, dass diese Energiefäden nicht reißen, sondern lediglich gedehnt und gebogen werden können. Mit dieser ziemlich komplexen magischen Bewegung beabsichtigen die Seher an den fadenähnlichen Energiefeldern, die in der leuchtenden Kugel existieren, zu ziehen und sie zu strecken, um Bereiche zu stärken, die ihrer Ansicht nach wesentlich sind, damit man der Umverteilung von Energie standhalten kann, so zum Beispiel im Bereich der Schulterblätter und Schultern, wo sich verstärkt Ganglien befinden. Ein anderer Bereich von genauso großer Bedeutung ist der Bereich um die Knie- und Fußgelenke, auf dem der ganze Körper ruht. Zuerst werden beide Arme so angehoben, als ob sie zwei dünne, senkrechte Fasern halten würden. Der linke Arm wird vor die rechte Schulter gebracht, der rechte Arm wird sofort hinten auf Höhe der rechten Nebenniere platziert. Beachten Sie, dass beide Hände so gehalten werden müssen, als ob sie an zwei unsichtbaren, senkrechten Schnüren ziehen würden. Zuerst wird eine Zugbewegung nach vorn, dann eine weitere nach hinten gemacht, wodurch die erste ausgeglichen wird. Bei der ersten wird tief eingeatmet, bei der zweiten ausgeatmet. Nun schlingt die linke Hand die unsichtbare Schnur um das Genick und zieht sie zum Bauchspeicheldrüsen- und Milzbereich herunter. Dann schlingt die rechte Hand die unsichtbare Schnur um das Genick und zieht sie bis zum linken Schlüsselbein. Danach berührt der Rücken der linken Faust den linken Nierenbereich und die oben beschriebene Zugbewegung wird wiederholt. Einatmen beim Vorwärtsziehen, Ausatmen beim Rückwärtsziehen. Die rechte Faust, welche die unsichtbare Schnur hält, bewegt sich um das Genick herum bis zum Leber- und Gallenblasenbereich herunter. Die linke Faust und ihre unsichtbare Schnur wickeln sich von links nach rechts um das Genick und kommen vor dem Bauchspeicheldrüsen- und Milzbereich zur Ruhe. Die Arme bewegen sich nach unten, die Unterarme werden dabei wieder angehoben und halten ein weiteres Paar unsichtbarer senkrechter Schnüre. Die gleichen Bewegungen werden noch einmal ausgeführt. Dabei fängt der rechte Arm an und zieht die unsichtbare Schnur über die linke Schulter zu den Nebennieren. Wenn man die Bewegungsfolgen wiederholt hat und sich die Fäuste vor den Bauchspeicheldrüsen und Leberbereich befinden, werden sie nach vorn gestoßen und in die Ausgangsposition gebracht. Das rechte Bein wird mit gebeugtem Knie angehoben und die unsichtbare Schnur wird gebunden, einmal über dem Knie, von der Außenseite zur Innenseite des Beins, dann einmal von der Innen- zur Außenseite des Fußes und schließlich um das angehobene Knie herum nach außen. Die rechte Hand bleibt während dieser Bewegung in der Ausgangsposition. Danach wickelt die linke Faust die unsichtbare Schnur spiegelbildlich zur rechten um das linke Knie. Wenn die geballten Hände wieder in der Anfangsposition sind, werden sie vor dem Solarplexus zusammengebracht. Die Fingerknöchel sind kraftvoll ineinandergefügt, sodass Druck in den Händen über dem Solarplexus entsteht. Man atmet tief ein. Die Bewegung endet, indem man die geöffneten Hände mit nach oben zeigenden Handflächen zur jeweiligen Körperseite bewegt und dabei ausatmet.
Die Sternenluke
Unsere letzte magische Bewegung, die Sternenluke, stellt die Schlussphase unserer Energiemanipulation dar. Nach Ansicht der Seher kann unsere Energie weder vermindert noch vermehrt werden. Sie kann lediglich von einem Gebiet in ein anderes transferiert werden. Eine der bemerkenswertesten Leistungen der alten Seher Mexikos war es, dass sie Methoden fanden, die Energie, die sich an der Peripherie angesammelt hatte, komplett aufzuwühlen. Wenn man diese Behauptung im Licht unserer alltäglichen Logik oder Vernunft betrachtet, scheint sie unsinnig. Für jene Seher war sie es jedoch keinesfalls. Sie behaupteten, dass sie sich dem Einfluss der Energie von den Sternen öffnen und Bedingungen schaffen würden, unter denen extreme Kräfte auf sie wirken würden. Durch diese externen Kräfte vermehrte sich ihre Energie zwar nicht, aber jene externen Kräfte übten einen bestimmten Druck auf ihre leuchtenden Kugeln aus. Druck, der dazu genutzt wurde, ihre verstreute Energie, die sich mit den Jahren an der Peripherie verkrustet hatte, maximal aufzuwühlen und sie auf die energetische Manipulation vorzubereiten. Den Körper so zu stärken, dass er den Effekt der Umverteilung aushalten kann, ist für Seher von ausschlaggebender Bedeutung, daher der Wert der vorherigen magischen Bewegung, die diesen Zweck erfüllt. Diese Bewegung beginnt mit einem Blick nach unten, als würde man auf eine Stelle am Boden zwischen den Füßen schauen, die sich viele Stockwerke unterhalb befindet. Die Hände werden an den Seiten des Körpers gehalten. Die Augen beginnen einen unsichtbaren Energieklumpen heraufzuziehen, ungefähr von der Größe eines Tennisballes. Er wird bis zur Brust auf Kinnhöhe hochgezogen, der Kopf ist gesenkt, das Kinn ruht auf der Brust. Den unsichtbaren Energieball in dieser Position auf der Brust halten, schiebt sich der Kopf mit einem Ruck nach vorn. Dann wird der Energieball von Kinn auf Augenhöhe gebracht und mit den Augen nach oben gestoßen, während der Kopf nach hinten kippt. Der Ball aus Energie wird im Zenit gehalten. Die Arme beginnen eine Öffnung in die Energiedecke über dem Kopf zu schneiden. Der linke Arm bewegt sich, die Handkante als ein Messer gebrauchend und schneidet eine Öffnung. Der rechte Arm wird gleichzeitig abwärts gedrückt und hilft dabei, Kraft zum Schneiden zu erzeugen. Die linke Hand bewegt sich nun nach unten, während die rechte Hand gehoben wird, um eine weitere Öffnung zu schneiden. Dann wird die linke Hand hochgehoben, beide Hände gleiten durch die Schlitze in der Energie. Die rechte Hand bewegt sich zurück, während die linke in einer kreisförmigen Bewegung nach vorn kommt, angetrieben durch eine Drehbewegung des Oberkörpers. Die Bewegung wird dadurch, dass sie jetzt die rechte Hand nach vorn und die linke nach hinten bewegt, vervollständigt. Auf diese Weise wird eine Luke in der energetischen Decke geöffnet. Der Deckel dieser Luke wird bis zur Brust gesenkt. Der unsichtbare Energieball wird durch einen Stoß der Augen durch diese Öffnung in die Unendlichkeit geschossen. Drei Sekunden werden gezählt, bis der Ball sein Ziel erreicht. Drei, bis er wieder zurückkommt und mit einem Aufprall im Genick landet. Einatmen und die Schultern anheben, ausatmen und die Schultern wieder fallen lassen. Dann wird der auf der Brust lagernde Deckel wieder in seine Ursprungsposition gebracht. Die Öffnung wird versiegelt, indem man die Hände und den Oberkörper erst von rechts nach links, dann von links nach rechts und schließlich zur Mitte bewegt. Dann werden die Hände wieder auf die jeweiligen Seiten des Körpers gesenkt. Der Energieball, der noch immer im Genick gehalten wird, wird durch einen Stoß nach vorn losgelöst. Der Kopf wird dabei erneut ruckartig vorgeschoben. Der Ball fällt wieder nach unten, viele Stockwerke tief. 3 Sekunden werden gezählt. Dann wird tief eingeatmet, die Schultern und die oberen Spitzen der Lungen werden angehoben, während die Arme an den Handgelenken abgewinkelt, nach vorn gestreckt werden und dabei einen Druck hinter den Ohren erzeugen, der einem das Gefühl gibt, durch Kiemen zu atmen. Danach atmet man aus und bringt die Arme zu den Seiten des Körpers zurück.
Intent!